»Netzwerke netzwerken!« am 30.11.2026

22. Oktober 2026

im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Netzwerke bilden, Expertisen teilen«

Montag, 30.11.2026, 17–19 Uhr (online via Zoom)[

Allgemeines zur Veranstaltungsreihe

Mit der vierteiligen Online-Reihe »Netzwerke bilden, Expertisen teilen« lädt das INK – Inklusives Netzwerk Kultur e.V. im Jahr 2026 zu Austausch und künstlerisch-diskursiver Auseinandersetzung mit Barrierefreiheit, Disability Arts und Aesthetics of Access in den darstellenden Künsten ein.

Die Veranstaltungen richten sich an Künstler*innen, Kulturtätige, Kurator*innen, Produktionsleiter*innen, Veranstalter*innen, Studierende und Kulturinteressierte im weitesten Sinne mit und ohne Vorwissen, mit und ohne Behinderung. Besonders begrüßen wir die Teilnahme von Tauben, chronisch kranken, behinderten und/oder neurodivergenten Personen.  Die Termine können unabhängig voneinander besucht werden.

Das Projekt wird gefördert durch die Aktion Mensch.

 

Zur vierten Veranstaltung

Zum Abschluss der Reihe kommen verschiedene Netzwerke aus den Bereichen Disability Arts und Kunst zusammen. Im Mittelpunkt stehen das gegenseitige Kennenlernen, der Austausch von Erfahrungen und Perspektiven sowie die Möglichkeit, neue Verbindungen entstehen zu lassen.

Das Treffen startet mit einer Deaf-Poetry-Performance von Indika Sandaruwan zum Thema Community.

Anschließend stellen sich die verschiedenen Netzwerke vor. Mit dabei sind neben dem Inklusiven Netzwerk Kultur die Netzwerke Crip Art Now!, Making a Difference und die Sickness Affinity Group.

Die Netzwerke geben Einblicke in ihre Arbeit, ihre Perspektiven und ihre jeweiligen Schwerpunkte.

Raum für Austausch

Im Anschluss ist Raum für Austausch unter den verschiedenen Netzwerken: Was beschäftigt die verschiedenen Netzwerke? Welche Erfahrungen und welches Wissen können miteinander geteilt werden?

Ausgehend von den Fragen, Impulsen und Themen der Netzwerke und aus der Community bietet der Austausch die Möglichkeit, Einblicke, Erfahrungen und Perspektiven teilen zu können. So entsteht Raum zum gegenseitigen Kennenlernen, Kontakte, geteiltes Wissen und vielleicht auch neue Ideen, die über die Veranstaltung hinaus entstehen.

Alle sind eingeladen, wahrzunehmen, Fragen einzubringen und sich am Austausch zu beteiligen. Es ist kein Vorwissen notwendig.

 

Organisatorische Infos

Termin: Montag, 30.11., 17 – 19 Uhr

Format: Zoom (Link nach Anmeldung)

Sprache: Deutsche Lautsprache, Performance in deutscher Gebärdensprache (DGS)

Anmeldung unter: produktion@inklusives-netzwerk-kultur.de

 

Infos zur Barrierefreiheit

  • Mit Dolmetscher*innen für deutsche Laut- und Gebärdensprache (DGS)
  • Die Performance von Indika Sandaruwan ist in DGS und wird nicht in Lautsprache übersetzt.
  • Automatische Untertitel (nicht manuell korrigiert).
  • Audiobeschreibung von Bild- und Videomaterial (ausgenommen die Performance von Indika Sandaruwan)
  • Wortmeldungen im Chat sind möglich.
  • Der Chat wird ausschließlich an die Moderation ausgespielt.
  • Jede Form der Aufmerksamkeit ist willkommen.
  • Stimming ist willkommen.
  • Zu Beginn findet ein gemeinsamer Zugangs-Check-In statt.
  • Slow Arrival: Der Zoom-Raum ist 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet.
  • Individuelle Bedarfe sowie Fragen zur Barrierefreiheit können bei der Anmeldung per E-Mail mitgeteilt werden.

Zu den Künstler*innen und Netzwerken

Indika Sandaruwan ist 28 Jahre alt und wurde in Sri Lanka geboren. Indika lebt seit acht Jahren in Deutschland, im Münsterland. Indika ist taub und arbeitet als Integrationshilfe und Betreuungskraft in der offenen Ganztagsschule. In der Freizeit beschäftige sich Indika gerne mit Gebärdensprachpoesie, gebärdeten Liedern, Tanz, Slam und kulturellen Performances. Außerdem gibt Indika Workshops zu diesen Themen.

 

Crip Art Now! (CAN!) ist eine Gruppe von Künstler*innen, die behindert, chronisch krank, Taub oder neurodivergent sind.
Bei den Treffen sind Künstler*innen mit Behinderungen und ihre Allies dabei.
Allies spricht man: äl-leis.
Das bedeutet: Unterstützer*in. Allies sind Menschen ohne Behinderungen.

Künstler*innen mit Behinderungen und ihre Allies kämpfen gemeinsam für diese Ziele:

Bei der Arbeit von Künstler*innen mit und ohne Behinderungen darf es keine Barrieren geben.

Kunst von Menschen mit Behinderung soll gleichberechtigt gezeigt und wahrgenommen werden.

Die Gruppe trifft sich in Hamburg.

Alle Menschen mit Interesse dürfen dabei sein.

 

Making a Difference (MAD) ist ein Netzwerkprojekt zur Unterstützung der freien künstlerischen Arbeit von behinderten, Tauben, schwerhörigen und chronisch kranken Künstler*innen im Tanz. Wir schaffen bundesweit hochwertige, barrierearme Produktionsmöglichkeiten durch Residenzen und Koproduktionen und fördern den Wissenstransfer zu barrierefreien Arbeitsbedingungen sowie zu antiableistischer Kulturarbeit durch Artist Labs und Workshops.

In Zusammenarbeit mit Partnern aus der Berliner Tanzszene – darunter die Uferstudios, Tanzfabrik Berlin, Sophiensaele, Junges Tanzhaus Berlin/TanzZeit, Tanzbüro Berlin, HZT Berlin, LAFT Berlin, FAIRSTAGE, HAU Hebbel am Ufer/Tanz im August und das Radialsystem – sowie bundesweiten Kooperationen mit Kampnagel Hamburg, tanzhaus nrw, Theater RAMPE Stuttgart, Festival Theaterformen/Real Dance Festival Hannover/Braunschweig und der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg macht das bundesländerübergreifende Kooperationsmodell von MAD die Arbeit behinderter, Tauber und chronisch kranker Künstler*innen sichtbar und stärkt ihre Präsenz.

 

Sickness Affinity Group (SAG) ist eine Gruppe von Kulturarbeiter*innen und Aktivist*innen, die zu Krankheit/Behinderung arbeiten und/oder von Krankheit/Behinderung betroffen sind. Die SAG funktioniert als unterstützende Gruppe, die den wettbewerbsorientierten und behindertenfeindlichen Arbeitsbedingungen in der Kunst entgegenwirken will. In der SAG teilen Gruppenmitglieder Erfahrungen und Informationen, wobei das Wohlbefinden und die Zugangsbedürfnisse der Teilnehmer*innen besonders wichtig sind.

Sickness Affinity Group beschäftigt sich mit Zugänglichkeit sowohl als Thema als auch als kuratorische Methode. Nicht-normkonforme Bedürfnisse, Körper, Politiken und Begehren werden gefeiert und in einem ermutigenden Raum geteilt, in dem Verletzlichkeit und Wohlbefinden willkommen sind.
Die SAG trifft sich alle zwei Monate in Berlin und betreibt eine Email-Liste. Teilnehmer*innen arbeiten in Projektgruppen zusammen und berichten auf den zweimonatlichen Treffen von ihrer Arbeit.